Schon während ich gestern darüber schrieb, warum man seine Arbeit lieben sollte, nahm ich wieder einmal bewusst meine eigene Situation wahr und erkannte, wie sehr ich sie doch schätze. Da ich an das Verbreiten guter Neuigkeiten und glücklicher Gefühle glaube, möchte ich gerne meine Gedanken und Emotionen mit euch teilen!
Zunächst einmal liebe ich es, dass ich zum Arbeiten nirgendwo hingehen muss. Ich meine damit nicht meine Workshops und Vorträge in anderen Ländern – das ist jetzt nicht mehr meine Hauptarbeit. Ich arbeite hauptsächlich von zu Hause, am Computer und mit den Gästen im Ashram.
Manche Menschen sagen, dass sie nie von zu Hause aus würden arbeiten wollen. Sie mögen eine klare Trennung zwischen ihrem Arbeitsleben und ihrem Privatleben. Ich glaube, darum haben viele Leute etwas wie eine andere Identität für ihre Arbeit und eine andere für ihr Privates. Solche Menschen schließen in der Arbeit keine Freundschaften, die sie in ihrem Privatleben weiter pflegen!
Für mich ist mein ganzes Zuhause Arbeit und meine Arbeit mein Zuhause. Hört sich das für euch schrecklich an? Wenn ja, ist das so, weil du deine Arbeit nicht so liebst wie ich meine!
Ich habe keine festen Arbeitszeiten. Natürlich bedeutet das, dass wir oft mehr arbeiten als die Leute in einem normalen Bürojob zum Beispiel, aber andererseits kann ich mir Zeit nehmen, um mit Apra zu spielen oder am Abend einfach nur ums Feuer zu sitzen. Doch wenn man so will, ist das auch wieder Arbeit – da ich dort ja mit Ashram-Gästen sitze, die wer möchte auch als Kunden bezeichnen darf.
Ich – und mit mir die ganze Familie – arbeite nicht für das Geld eines anderen, sondern für das Wohlergehen anderer. Für die Gesundheit unserer Ashrambesucher und Retreatteilnehmer, für die Unterstützung unserer Schulkinder, gegen Kinderarbeit und Armut.
Wohltätige Arbeit hat natürlich immer diese Wirkung: sie gibt dir ein gutes Gefühl. Und so ist es auch mit der Arbeit für die Gesundheit und Zufriedenheit anderer: wenn die Leute den Ashram verlassen und glücklich sind, uns danken und wiederkommen wollen, dann fühlt sich das gut an. Und da das oft passiert, haben wir normalerweise im Allgemeinen ein gutes Gefühl, nicht nur, wenn wir arbeiten, sondern auch, wenn wir das Ergebnis sehen.
Dazu kommt, dass ich mit meiner Familie, meiner Frau und meinen Brüdern arbeite. Wir kennen einander so gut, dass es manchmal ist, als hätten wir vier Körper, mit denen wir Dinge erledigen können. Und gleichzeitig haben wir vier Gehirne, um über etwas nachzudenken, wenn einer sich nicht ganz im Klaren ist.
Gäste aus aller Welt zu haben, die zu Freunden werden, in meiner Heimatstadt zu leben und zu arbeiten und in der Lage zu sein, all meine Freunde für die großen Feiern unserer Leben einzuladen, sind nur noch einige weitere Punkte, die zu meiner Schlussfolgerung führen:
Ich liebe meine Arbeit!
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