Am Feierabend und im Urlaub mit Meditation entspannen – 29 Jan 11

Arbeit

Heute werden wir aus Kerala abreisen. Unser Urlaub ist zu Ende und wir haben unsere Zeit hier wirklich sehr genossen.

Ich bin jemand, der an seiner Arbeit sehr viel Freude hat. Ich habe mein ganzes Leben lang gearbeitet und ich arbeite hart. Hin und wieder wurde mir schon gesagt, ich sei wie ein Workaholic, doch egal, ob das im Scherz gesagt wurde oder ernsthaft, ich habe es als Kompliment aufgefasst. In der Tat sagen so etwas immer Menschen, die nicht arbeiten möchten, die ihre Arbeit nicht mögen oder die einfach nur faul sind. Ich habe in meinem üblichen Rhythmus keine Wochenenden, sei das zu Hause oder wenn ich reise, jeder Tag ist also gleich. Und obwohl ich hart und viele Stunden pro Tag arbeite, erschöpft mich meine Arbeit nicht, weil ich auch Spaß daran habe. Am Abend, wenn ich zu Bett gehe, stoppe ich jeden Gedanken an Arbeit und an das, was ich getan habe, so dass ich perfekt entspannen kann.

Auf die gleiche Weise haben wir hier unseren Urlaub verbracht, ohne an Arbeit zu denken. Urlaub zu haben bedeutet nicht nur, nicht zu arbeiten, sondern auch, nicht an seine Arbeit zu denken. Wir hatten nur einen Computer dabei und wie ihr seht, haben wir täglich das Tagebuch geschrieben. Das ist jedoch nicht wirklich Arbeit. Einmal oder zweimal pro Tag haben wir den Computer angeschaltet und euch geschrieben, was wir tun und über was wir uns untereinander unterhalten haben. Die meiste Zeit jedoch durfte sich unser Computer auch ausruhen.

Ich glaube, dass ein Urlaub auf diese Weise und auch das Verlassen des Büros am Abend eine Form der Meditation sein kann. Wenn man in Meditation geübt ist, kann man sich konzentrieren und entscheiden, an was man denken möchte. Wenn du arbeitest, kann es Meditation sein, weil du dich darauf konzentrierst, was du tust. Wenn du nicht arbeitest, konzentrierst du dich nur auf dein Freizeit; du bist also nicht die ganze Zeit mit den Gedanken im Büro, bei deinen Kollegen und den Massen von Akten, die noch bearbeitet werden müssen. Durch diese Meditation und Konzentration kannst du nicht nur deine Bürotür schließen, sondern auch die Tür deines Geistes zu Themen, die mit deiner Arbeit verbunden sind.

Heute Abend fliegen wir zurück nach Delhi und werden morgen früh in Vrindavan ankommen. In den nächsten Wochen werden wir viele Gäste im Ashram haben und freuen uns darauf, die Zeit mit ihnen zu genießen. Morgen werde ich wieder über mein Leben nach der Höhle schreiben, doch dann werde ich wieder daheim im Ashram sitzen.

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