Unser Baby Apra entdeckt die Welt – wir sehen zu und freuen uns! – 26 Jun 12

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Ich dachte, es wird höchste Zeit, euch ein Update über unsere kleine Apra zu geben. Sie ist jetzt fünf-einhalb Monate alt und immer noch das fröhliche Mädchen mit dem Lächeln, dass sie schon in den ersten Stunden ihres jungen Lebens gezeigt hat. Außer ihrem Lächeln hat sie sich aber so sehr verändert, dass es einfach unglaublich ist!

Unsere kleine Dame kann jetzt schon alleine und ohne Stützen sitzen. Schon vor Wochen ist sie auf dem Bett herumgerollt, vom Rücken auf den Bauch und wieder zurück, und man sieht, wie sehr ihr der Perspektivenwechsel dabei Spaß macht. Für uns bedeutet das, dass wir sie nicht mehr auf dem Bett liegen lassen können, ohne nahe bei ihr zu sein – aber das haben wir eigentlich sowieso fast nie gemacht!

Dazu fängt sie jetzt an, ernsthaft zu versuchen, alleine aufzusitzen. Sie rollt vom Rücken auf den Bauch und man sieht, wie sie mit aller Muskelkraft verucht, ihren Kopf und Oberkörper nach oben zu drücken und so zum Sitzen zu kommen. Wenn man ihr zu dem Zeitpunkt eine Hand reicht – oder auch nur einen Finger – nimmt sie ihn und schafft es, sich aufzusetzen. Wenn man ihr die Hände, wenn sie sitzt, nimmt sie sie entweder in den Mund, genau wie fast alles, was man ihr gibt, oder sie fängt an, sich selbst hochzuziehen, um aufzustehen. Wenn sie sich an deinen Händen festhalten kann, schafft sie es sogar, ein paar Schritte auf jemand anderen zuzugehen. Wenn sie dort ankommt, lacht sie, schaut sich um und wartet auf den Applaus von allen Anwesenden!

Ja, sie ist ein stolzes Mädchen und wir bejubeln sie gerne in jeder ihrer Bemühungen, die Welt zu erkunden. Wenn sie es wieder einmal geschafft hat, aus der halbliegenden Position wieder aufzusitzen, sieht sie sich um, als würde sie fragen ‚Habt ihr auch alle gesehen, was ich gerade gemacht habe?‘ Und wenn auch nur einer von uns sagt ‚Wow, Apra, toll!‘, sei das in Hindi, Englisch oder Deutsch, lässt sie ihr großes, zahnloses Lächeln aufblitzen.

Wir sehen dieses Lächeln oft, weil man sie wirklich ganz leicht zum Lächeln und zum Lachen bringt. Mach ein neues Geräusch, halte sie in die Luft, wiederhole ein Geräusch jedes Mal, wenn du nah an ihr Gesicht kommst, kitzle sie unter den Armen oder am Bauch oder gib dich aufgeregt und bring sie damit auch in die Stimmung. Sie lächelt und lacht jedes Mal! Purnendu bringt sie zum Lachen, indem er sie einfach immer wieder mit lustiger Stimme fragt ‚Wie laut kannst du lachen?‘ und dann selbst lacht. Sie haben beide schon so stark gelacht, dass sie nach ein paar Minuten nebeneinander auf dem Bett lagen, erschöpft, nach Luft ringend, aber glücklich.

Etwas anderes, was sie immer glücklich macht, ist Wasser. Sie liebt es, wenn wir sie duschen oder baden und extra für sie haben wir ein kleines Planschbecken gekauft, in dem sie sitzen und spielen kann. Als wir sahen, wie viel Spaß sie da drin hatte, wollten wir zusammen mit ihr ins Wasser und so kommt es, dass wir jetzt ein ganz großes Planschbecken haben, das wir in den Garten stellen und auffüllen können, um am Abend reinzuspringen. Sie lernt bestimmt ganz schnell auch schwimmen, weil sie jetzt schon ganz darauf versessen ist, in das Planschbecken zu kommen, sobald sie sieht, dass da Wasser drin ist! Sie planscht herum, tritt im Wasser und wir müssen gut aufpassen, dass sie das Wasser in ihrer Aufregung nicht trinkt.

Während wir nur hin und wieder schwimmen gehen, gibt es ein Ritual, das wir mindestens zweimal pro Tag genießen: zusammen mit Apra zu essen. Wir haben angefangen, ihr feste Nahrung zu füttern. Naja, mehr oder weniger fest. Die Tatsache, dass sie noch keine Zähne hat, reduziert die Anzahl der Dinge, die wir ihr geben, auf das Wasser von Linsen, die Soße von Gemüsegerichten und weiche Früchte. Ihr Gaumen ist bereits erstaunlich hart, so dass sie sogar schon Stücke von Essen abbeißen kann. Doch weil sie nicht weiß, wie sie sie weiter bearbeiten kann, müssten wir sie wieder aus ihrem Mund holen, also geben wir gut darauf Acht, nur weiches Essen zu füttern. Sie liebt Mangos und deshalb schneidet Ammaji täglich die Mangos für uns auf und gibt den Kern mit jeder Menge Fruchtfleisch an Apra weiter. Unser Baby ist dann damit erst einmal eine Weile beschäftigt, lutscht daran herum und schmiert sich dabei natürlich die Mange über das ganze Gesicht, die Hände, die Kleidung und ihre unmittelbare Umgebung.

Wenn wir Gäste im Ashram haben, haben die Spaß an dieser spektakulären Essensfeier. Und Apra hat Spaß daran, sie zu beobachten. Sie nimmt alles auf, was um sie herum vor sich geht und begutachtet neue Leute natürlich mit viel Interesse. Da sie von Anfang an so viele Leute um sich hatte, zögert sie auch nicht, zu Fremden auf den Schoß zu kommen. Sie lässt sich bei jedem hinsetzen, spielt mit den Leuten, zieht an ihren Haaren und hört sich an, was sie zu sagen haben. Sie versteht vielleicht noch nicht alles, aber wir haben sie sagen hören, dass unser kleines Mädchen wirklich schnell ist in ihrer Entwicklung, dass sie all diese Dinge schon richtig früh macht. Sie ‚redet‘ viel, fängt an, aufzustehen und zu gehen und ist aufgeweckt und das alles, wenn sie noch nicht einmal ein halbes Jahr alt ist. Nicht nur sie ist stolz, wenn sie auf ihren kurzen aber starken kleinen Beinen steht. Wir sind es auch.

Mit ihr Zeit zu verbringen, mit ihr zu spielen und zu lachen – ich habe meine Zeit nie mit etwas Besserem verbracht! Alles, was sie macht, macht mich glücklich und ihr Lächeln lässt mein Herz vor Liebe überquillen.

Seht euch hier Apras Fotoalbum an

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