Eltern eines Schulmädchens – Perfektionierung unserer täglichen Aufgaben! – 22 Sep 16

Stadt:
Vrindavan
Land:
Indien

Ich habe euch bereits erzählt, dass Apra seit Juli auf eine Schule in Mathura geht und dass das unser Leben wieder einmal verändert hat. Ja, unser und nicht nur Apras – denn wir sind nun Eltern eines Schulmädchens, was eine völlig neue Dimension des Eltern-Daseins ist!

Ich hätte nicht gedacht, dass so viel extra zu tun ist, wenn man sein Kind zur Schule schickt! Naja, das Erste ist, dass es nun einen geregelten Rhythmus geben muss, wann Apra ins Bett muss und wann wir sie aufwecken. Da wir mit der Eröffnung des Restaurants unseren Lebensstil sowieso geändert haben, war es nicht schwierig, auch das mit einzubauen – und während es zumeist Ramonas Aufgabe ist, Apra ins Bett zu bringen, bin ich derjenige, der unseren kleinen Engel in der Früh aufweckt. Ich bin nicht sicher, welche Aufgabe die Schwierigere ist! 🙂

Wir sind jedoch nicht nur dafür verantwortlich, sie zur Schule zu schicken! Bei ihrer Einschulung haben wir einige Papiere mit Anweisungen bekommen und versuchen unser Bestes, diese zu befolgen – doch als erstmalige Schulkind-Eltern arbeiten wir noch an den Einzelheiten!

Natürlich gibt es eine Kleiderordnung. An normalen Tagen ist das die Schuluniform, was recht angenehm ist, da wir uns keine Gedanken drum machen müssen, was wir ihr anziehen sollen. Es gibt jedoch auch ‚Fun Fridays‘ – an jedem Freitag dürfen die Kinder in Apras Klasse in normaler Kleidung kommen. Diese sollte jedoch der ‚Farbe des Monats‘ angepasst sein, welche im September zum Beispiel gelb war. Zumindest ein kleiner Teil dessen, was sie anhat, sollte gelb sein!

Oh ja und Fun Fridays bedeutet auch, dass man ‘Fun Food’ mitbringen kann. Das ist eine Ausnahme zur normalen Regel, dass man nur gesundes Essen in die Brotzeitdose packen sollte. Ramona hatte damit ihre eigenen Schwierigkeiten, da ‚gesund‘ für eine normale indische Familie sehr wohl auch frittierte Kartoffelstücke beinhaltet – jedoch keine Nudeln mit Gemüse! Naja, wir haben mit Paratha und Gemüse einen guten Mittelweg gefunden!

Natürlich gibt es auch besondere Tage wie den 15. August, Indiens Unabhängigkeitstag, an dem man sein Kind in traditioneller Kleidung zur Schule schicken sollte, Tag an denen die Kinder basteln und man Flöten, Glitzer und Dekobänder schicken soll und mehr.

Dann gibt es noch ‘PTMs’, also ‚Parents-Teacher-Meetings‘, was man mit ‚Elterntag‘ übersetzen könnte. Wir hatten diesen Monat unseren Ersten – weil wir den Termin im August verpasst haben. Also kamen Ramona und ich in der Schule an, dachten, dass wir zur Lehrerin gehen, etwas über Apra reden und wieder gehen würden. Aber oh, da war eine ganze Ausstellung dessen, was die Klassen über die Monate hinweg an Kunstwerken produziert hatten und alle Kinder zeigten stolz ihren Eltern ihre Werke und spielten dort… naja, nächstes Mal bringen wir Apra auch mit! 😀

Wie ich bereits sagte, wir arbeiten noch an den Einzelheiten, sind jedoch zuversichtlich, dass wir im Laufe der nächsten Wochen und Monate unsere Schulkind-Eltern-Fähigkeiten noch ausbauen werden können!

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