Apra war diejenige, die sich am meisten auf die dieswöchige Reise nach Deutschland gefreut hat! Wir haben ihr vor etwa einer Woche erzählt, dass wir reisen würde – und es war schön zu sehen, wie sie sich freute! Sie hüpfte herum, tanzte vor Freude und lachte. Immer, wenn wir danach von Deutschland sprachen, konnten wir diese glücklichen Gefühle sehen und wir redeten darüber, wie toll es doch ist, dass man bei Kindern wie ihr noch genau ihre innere Welt mit beobachten kann, während Erwachsene schon so viele verhüllende Schichten davor tragen!
Es wurde für sie zum Spiel, Leuten zu sagen, ob es ihnen erlaubt ist, mit ihr nach Deutschland zu gehen oder nicht. Am letzten Tag vor der Reise bestand sie darauf, ihren Koffer zu packen und ihn durch den Ashram zu ziehen, so dass sie sicher war, dass alle mitbekommen hatten, dass sie nun auf dem Weg nach Deutschland war.
Weil sie am Flughafen hellwach war, konnte sie diesen kleinen, roten Koffer selbst zum Sicherheitscheck und dann zum Gate ziehen. Auf der ganzen Reise, ob nun im Flughafen oder im Flugzeug, konnte man das Lächeln, die Freude und die Aufregung in ihrem Gesicht sehen.
Wir machten gefühlte hundert Runden auf dem Rollband, während wir auf das Boarding warteten und während einer von uns bei Apra war, musste der andere jedes Mal, wenn sie vorbeikam, winken.
Im Flugzeug wickelte sie sich in die Decken, hatte ein großes Festmahl mit dem Essen, das wir mitgebracht hatten und dem Flugzeugessen, trank etwas ‚roten Saft mit Salz‘, las ein paar Bücher, spielte die Spiele, die die Fluglinie für Kinder bereitgestellt hatte und schlief dann ein, glücklich und zufrieden.
Wirklich toll war, wie sie auf den Ausgang des Frankfurter Flughafens zulief – ein Hüpfer bei jedem Schritt, ein Lächeln der Vorfreude auf ihrem Gesicht, ein Lachen für die kleinen Dinge, die sie sah, wie sie sie uns zeigte und ihre Ausrufe ein weiterer Ausdruck ihrer Freude.
Gestern Abend, als wir ins Bett gingen, sagte Ramona ‘Es war ein schöner Tag, im Flugzeug und jetzt hier!‘ und sie lächelte. Heute Morgen – als wir alle gegen 4 Uhr früh aufwachten – sagte sie ‚Wie sind in Deutschland!‘ und lächelte wieder.
Ich habe versucht, in Worten auszudrücken, was ich sehe, aber ich glaube, ich versage kläglich. Es ist schwierig, diese Freude, dieses Gefühl in meinem Herzen in Worte zu fassen, das ich habe, wenn ich meine Tochter ansehe und in ihren Augen ein Scheinen finde, dieses Lächeln, das sich einfach nicht aufhalten lässt, wenn ich sie fröhlich singen und spielen sehe!
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