Apras Eindrücke an unserem ersten Wochenende in Deutschland – 19 Mai 14

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Wir hatten einen guten Start unseres Europaaufenthalts von drei Monaten! Und während wir nun im Zug sitzen und in Richtung Süddeutschland reisen, schreiben wir unsere und Apras Eindrücke unseres ersten Wochenendes auf!

Wir hatten die ersten paar Tage freigehalten und waren einfach nur in Wiesbaden geblieben, so dass wir uns an das Klimat und die Zeitzone gewöhnen konnten. Wir waren uns nicht sicher, wie viel Jetlag Apra haben würde, wie kalt es sein würde, besonders im Vergleich zu den über 40 Grad, aus denen wir kamen, und wie Apra insgesamt auf den Ortswechsel reagieren würde. Es erwies sich als gute Idee – weil Apra mit Thomas und Iris so viel Spaß hatte!

Apra probierte jeden Tag alles, was sie auf dem Frühstückstisch finden konnte und die ganzen vier Tage über, hinterfragte sie alles. Was ist das hier? Und das da? Wo sind wir? Was machen wir jetzt?

Natürlich kennt sie Thomas und Iris und so war sie nur ganz kurz schüchtern mit ihnen, bevor sie mit ihnen spielte und sogar mit ihnen nach draußen ging. Zusammen waren sie mehrere Male am Spielplatz, Brötchen kaufen und Straßenmalkreide malen. Manchmal waren Ramona, Yashendu oder ich dabei und manchmal eben nicht! Für sie war es einfach nur so, als ginge sie mit Jaysingh oder einem der anderen Jungen aus dem Ashram.

Einer der Vorteile, die wir von unserem langen Aufenthalt in Deutschland erwartet haben, ist, dass Apra viel mehr Deutsch lernen wird und dass ihr auch das Sprechen leichter fallen wird. Bereits diese Tage haben uns gezeigt, dass es eine gute Idee war – sie hat sich so bemüht, mit Thomas und Iris zu kommunizieren, dass sie nun die Vokabeln verwendet, die bis dahin nur in ihrem deutschen Passiv-Wortschatz vorhanden waren!

Es war herrlich, Thomas und Iris zu treffen, mit Yashendu zusammen zu sein, der ja nun schon seit einem Monat in Deutschland ist, und auch Sylvia in Wiesbaden willkommen zu heißen, die extra kam, um sich mit uns zu treffen! Unser deutsches Zuhause, unsere Freunde und Familie!

Mein Bein, mit dem es mir sogar im Flug überraschend gut ging, verbessert sich jeden Tag. Ich habe nun die Krücken zurück gelassen und obwohl ich immer noch langsam und mit einer Beinstütze laufe, sieht man den Fortschritt! So haben wir nun heute unsere Reise begonnen, ohne uns wegen meinem Bein viele Sorgen zu machen. Stattdessen geben wir mir einfach nur etwas mehr Zeit, zu Fuß von einem Punkt zum anderen zu kommen.

Wir freuen uns nun auf die nächsten zwei Wochen in Süddeutschland – etwas Programm am Ammersee und dann Besuche bei Ramonas Familie in München und Augsburg!

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