Harold Camping kündet den Jüngsten Tag an und macht mit entstehender Angst Geld – 23 Mai 11

Angst

Es gab einige Menschen, die am Samstag, den 21. Mai 2001 den ganzen Tag darauf gewartet haben, dass etwas passiert. Es sollte der Tag des Jüngsten Gerichts sein, ein Aussortieren der Menschen auf Erden in zwei Gruppen – diejenigen, die zu Gott kommen und diejenigen, die auf Erden bleiben werden, wo sie bald den Untergang noch miterleben. Das sagte zumindest die Berechnung von Harold Camping, einem Amerikanischen Christen, der eine Radiosendung leitet und den Jüngsten Tag für den 21. Mai 2011 vorhergesagt hatte, worauf einige Monate später laut ihm auch das Ende der Welt folgen sollte. Es geschah jedoch nichts derartiges und ihr alle lest mein Tagebuch, immer noch heil und sicher hier auf Erden.

Diejenigen, die an Campings Vorhersagen glaubten, erwarteten ein Erdbeben, das stärkste Erdbeben der Geschichte der Menschheit, das den Anfang vom Ende darstellen sollte. Viele von ihnen haben ihr ganzes Geld ausgegeben in dem Glauben, dass sie nach dem 21. Mai 2011 nichts mehr brauchen würden. Warum sparen, wenn die Welt doch sowieso bald nicht mehr existiert? Ich habe von Menschen gelesen, die ihr ganzes Erspartes darauf verwendet haben, das Ende der Welt zu verkünden. Andere haben sich ein Haus gekauft und sind an einen Ort gezogen, der ganz weit weg ist von all den Orten, an denen Erdbeben die Gegend zerstören. Man kann sich kaum vorstellen, wie sich diese Leute nun alle fühlen müssen.

Das ist jedoch nicht das erste Mal, dass jemand das Ende der Welt vorhersagt. Es ist nicht einmal das erste Mal, dass Harold Camping selbst die Apokalypse vorhersagt. Er hatte das 1994 schon einmal verkündet und auch dann wurde es nicht wahr. Andere haben es vor und nach ihm getan und bis heute sind die Menschen noch jedes Mal am nächsten Tag aufgewacht und haben sich gefragt, warum mit ihnen nichts geschehen ist.

Das Erstaunliche ist, dass er trotzdem so viele Menschen gefunden hat, die ihm zuhören und glauben! Weiter Quellen erwähnten jedoch, dass die meisten der Menschen, die für ihn arbeiten nicht an den prophezeiten Jüngsten Tag glauben. Nicht einmal seine Familie glaubt daran. Seine 6 Kinder, 28 Enkel und 38 Groß-Enkel glauben es angeblich nicht. Nur seine Frau hat sich mit ihm darauf geeinigt, dass die Welt am 21. Mai untergehen wird.

Ich hatte mehrere Gedanken zu diesem Thema. Einer davon ist, dass diese Vorstellung natürlich eine christliche Idee ist, da die Bibel sagt, dass es einen Tag geben wird, an dem die Welt plötzlich ihr Ende nimmt, die Apokalypse. Camping und viele andere solche Gruppen haben schon verkündet, dass an dem Tag, an dem es mit der Welt zu Ende geht, nur wahre Gläubige aufsteigen werden oder zu Gott gelangen. Der Rest der Menschen wird auf der Erde bleiben, die Gott zerstören wird.

Man muss also an das Christentum und Jesus glauben, um gerettet zu werden. Ich frage mich schon immer, ob diese Leute nicht merken, dass es auf dieser Welt Millionen Menschen gibt, die nichts vom Christentum wissen. Werden sie alle untergehen, weil sie keine ‚wahren Gläubigen‘ sind? Ich habe gelesen, dass mehrere Gruppenleiter das als Grund erwähnt haben, warum die Welt noch nicht untergegangen ist: es gibt nicht genug Gläubige, wir müssen die Botschaft noch verbreiten und noch mehr Menschen davon überzeugen, bevor die Welt dann wirklich untergehen kann.

Im Hinduismus steht in der Tat nirgendwo geschrieben, dass die Welt an einem bestimmten Tag untergehen würde und deshalb gibt es keine religiösen hinduistischen Gruppen, die solche Termine verkünden. Dort begegnet man dem Konzept der Reinkarnation und damit auch vielen Menschen, die behaupten, dass sie ein Avatar sind, eine Inkarnation einer der Götter, und die auch mit Zaubertricks beweisen wollen, dass sie wirklich göttlich sind.

Am Ende geht es oft einfach nur darum, dass jemand mit dem Glauben anderer Leute Geld macht. Viele Sektenführer haben so viel Geld gemacht und ich habe gelesen, dass Harold Campings Netzwerk 120 Millionen US-Dollar wert ist, 66 Radiostationen in der Welt hat und auch online in 61 Sprachen sendet. Er hat das alles am 21. Mai nicht aufgegeben, sondern bereits verkündet, dass er versuchen wird, Antworten zu finden und sie heute, am Montag, in seiner Radiosendung zu verkünden. Wir werden sehen, vielleicht gibt es dann einen anderen Tag, ein anderes Datum und einen anderen Grund für die Leute in Panik und Angst zu verfallen und so das Ende zu erwarten.

Ich glaube immer, dass alles, das Angst und Sorgen bereitet nicht richtig ist. Man sollte den Menschen Vertrauen, Liebe und Mitgefühl geben.

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