Gefangen in einem Netz deiner eigenen Ängste? Hier ist, was du machen kannst! – 21 Okt 16

Angst

Manchmal ist es für mich seltsam zu sehen, wie viel Angst die Leute in ihrem Leben haben. Manchmal sind es einfach nur finanzielle Sorgen. Wenn es nicht das ist, ist es die Angst vor einem Unfall oder dass ein Familienmitglied oder Freund plötzlich krank werden könnte. Und wenn es nicht das ist, haben sie Angst davor, einen Fehler zu machen, der sie etwas kosten könnte. Manchmal scheint es, als könnten einige Leute nicht ohne diese Ängste leben.

Es ist, als würden sie aktiv nach etwas suchen, vor dem sie Angst haben können: wenn die finanzielle Situation gut aussieht, suchen sie nach Familienproblemen. Wenn sie da nichts finden können – oder sicher sind, dass es da keinerlei Probleme gibt – suchen sie eben nach etwas anderem. Wenn sonst gar nichts ist, haben sie am Ende Angst vor der allgemeinen Situation in der Welt. Vor Krieg und Hunger oder einer Atomkatastrophe.

Jetzt kann man all diese Ängste grundlos nennen, doch das sind sie eigentlich nicht. Die Angst selbst hat ja einen Grund und der liegt ganz klar in dieser ängstlichen Person.

Man muss sehen, warum diese Person sich so fühlt, wie sie es tut. Wie kommt es, dass so eine große Unsicherheit sie nach etwas suchen lässt, was falsch sein könnte. Es sieht manchmal auch nach schrecklicher Negativität aus und kann einen dazu bringen, jegliche Unterhaltungen mit dieser Person vermeiden zu wollen. Das Traurige ist, dass man reden und reden und reden kann, es aber für gewöhnlich nicht schafft, den anderen zu überzeugen. Am Ende zieht es dich runter, wenn du immer von solchen Ängsten hörst! Du musst dem anderen klarmachen, dass du nicht die ganze Zeit von dieser Negativität hören willst – besonders, da es immer die gleichen Themen sind, über die geklagt werden!

Wenn du erkennst, dass du selbst dich in einer solchen Situation befindest und dir vielleicht sogar Freunde schon gesagt haben, dass du nicht immer wieder mit ihnen über deine Ängste sprechen solltest – oder sogar, dass du professionelle Hilfe brauchst – solltest du ernsthaft erwägen, deine Gedanken zu ändern. Ich weiß, das ist einfacher gesagt als getan. Ich weiß, deine Ängste kommen hoch und da kannst du dann gar nichts dagegen tun. So fühlst du dich zumindest.

Die Wahrheit ist, dass du da jede Menge dagegen tun kannst! Zunächst einmal hast du wahrscheinlich bereits den ersten Schritt getan: du hast mit jemandem darüber gesprochen. Das hat dir in dem Augenblick ein besseres Gefühl gegeben, doch das ist auf die Dauer keine Lösung. Du musst das Problem selbst loswerden. Schau der Angst ins Gesicht. Sieh, ob sie in diesem Augenblick überhaupt relevant ist. Ist es eine echte Angst, ist e seine echte Bedrohung oder ist sie eigentlich nur in deinem Kopf entstanden?

Für gewöhnlich stehen die Chancen gut, dass es nichts Echtes ist, sondern nur ein furchterregendes Szenario, das du dir ausgedacht hast. Wirklich, in den meisten Fällen ist das so. Und daran musst du arbeiten: nimm dir Stift und Papier und schreib dir auf, warum diese Ängste keine andere Grundlage als deine Unsicherheit haben. Sobald du alles aufgeschrieben hast, fühlst du dich bereits besser. Nun nimm dieses Stück Papier und steck es dir in die Tasche. Nun hast du es bei dir, wann auch immer du es dir ansehen musst – um dich daran zu erinnern, dass alles in Ordnung ist und du dir keine Sorgen machen brauchst.

Wenn es wirklich einen Grund gibt, sich Sorgen zu machen, gibt es auch etwas, was man dagegen tun kann. Wenn nicht, macht es keinen Sinn, sich mit Sorgen verrückt zu machen, weil man auch nichts dagegen tun kann. Werde aktiv, bewege dich und engagiere deine Gedanken mit etwas Produktivem – so schaffst du es, dich aus dem Netz deiner eigenen Ängste zu befreien!

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